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Museum für Medizintechnik

Siemens Healthineers MedMuseum Erlangen: Eintritt frei

Das Siemens Healthineers MedMuseum zeigt auf 400 Quadratmetern rund 200 Exponate zur Geschichte der Medizintechnik, vom frühen Röntgengerät bis zum ersten Siemens-Computertomographen von 1975. Es liegt in einer historischen Maschinenhalle an der Gebbertstraße 1, ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt.

Adresse
Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Eintritt
Frei
Bus
Haltestelle Zollhaus, gegenüber dem Museum
Barrierefrei
Ja, mit rollstuhlgerechtem WC
Besuchsdauer
45 bis 90 Minuten
Kupferstichartige Illustration einer historischen Röntgenröhre und eines frühen Röntgengeräts in einer alten Maschinenhalle
Kupferstichartige Illustration einer historischen Röntgenröhre und eines frühen Röntgengeräts in einer alten MaschinenhalleBlatt 11

So kommst du hin

HauptbahnhofStart1,4 km WegMedMuseumZiel
Zu Fuß
ca. 20 Min.
Mit dem Rad
ca. 6 Min.
Mehr dazu
Bus, Bahn und Parken

Erlangen ist eine Medizintechnikstadt, und das MedMuseum erklärt, wie es dazu kam. In einer Maschinenhalle von 1893 zeigt Siemens Healthineers rund 200 Exponate aus der eigenen Firmengeschichte: frühe Röntgentechnik, den ersten Siemens-Computertomographen, Herzschrittmacher und moderne Bildgebung. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist werktags von 10 bis 17 Uhr. Wer Technikgeschichte mag, plant eine Stunde ein.

Warum ausgerechnet Erlangen

Die Geschichte beginnt in einer kleinen Werkstatt am Schlossplatz. Dort arbeitete der Mechaniker Erwin Moritz Reiniger, an den heute eine Gedenktafel am Haus Schloßplatz 3 erinnert. Aus seinem Betrieb wurde die Firma Reiniger, Gebbert & Schall, die im späten 19. Jahrhundert elektromedizinische Geräte baute. Mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 bekam diese Branche ein neues Feld, und genau hier setzt die Ausstellung an.

Später ging die Firma in Siemens auf, und aus diesem Strang entstand die heutige Siemens Healthineers. Erlangen ist bis heute einer der wichtigsten Standorte des Unternehmens.

Das Gebäude: eine Maschinenhalle von 1893

Das Museum sitzt nicht in einem Neubau, sondern in der historischen Maschinenhalle von Reiniger, Gebbert & Schall, fertiggestellt 1893. Seit 2014 ist die Ausstellung hier im Erdgeschoss untergebracht. Das passt, denn die ältesten gezeigten Geräte stammen aus derselben Zeit wie die Halle selbst.

Die Fläche ist mit 400 Quadratmetern überschaubar. Das ist kein Nachteil: Du verlierst dich nicht in endlosen Sälen, sondern kannst die Entwicklung der Medizintechnik in einem einzigen Raum chronologisch nachvollziehen.

Was du in der Ausstellung siehst

Die rund 200 Exponate erzählen die Geschichte der Medizintechnik über etwa 175 Jahre. Einige Höhepunkte:

  • Frühe Röntgengeräte aus der Zeit kurz nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen
  • Der erste Computertomograph von Siemens aus dem Jahr 1975
  • Ein vollständig implantierbarer Herzschrittmacher von 1958
  • Stationen zur Entwicklung der Bildgebung bis zu heutigen Verfahren

Neben den Geräten setzt das Museum thematische Schwerpunkte. Es geht etwa um die Geschichte der medizinischen Bildgebung, um Alzheimer-Forschung, um die Entwicklung der Lungenuntersuchung und um die Behandlung von Schlaganfällen. Damit wird klar, wofür die Technik am Ende da ist: für Diagnosen, die vor hundert Jahren nicht möglich waren.

Digitale Lupen und Medienstationen helfen beim Vertiefen. Wer mag, schaut sich Details zu einzelnen Objekten genauer an, wer nur einen Überblick will, kommt auch ohne aus. Zusätzlich bietet das Museum virtuelle Rundgänge an, ebenfalls kostenlos.

So gehst du am besten vor: Fang bei den ältesten Röntgengeräten an und lass dir Zeit für den Sprung zum Computertomographen von 1975. Zwischen beiden liegen achtzig Jahre, und der Größenunterschied der Geräte sagt mehr über den technischen Fortschritt als jede Schautafel. Danach lohnen sich die Themenstationen, weil sie zeigen, was die Technik für Patientinnen und Patienten verändert hat. Wer nur eine halbe Stunde hat, konzentriert sich auf die Bildgebung, das ist der rote Faden der ganzen Ausstellung.

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

WasDetails
ÖffnungszeitenMontag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
GeschlossenSamstag, Sonntag und Feiertage
EintrittFrei
Virtuelle RundgängeKostenlos
Führung für Gruppen bis 20 Personen90 Euro
Aufpreis Führung auf Englisch20 Euro
Schulklassen und StudierendengruppenFührung kostenlos
BuchungPer E-Mail an das Museumsteam

Aktuelle Zeiten vorab beim Betreiber prüfen, vor allem rund um Brückentage und Ferien. Die Informationen zum Besuch stehen auf der Website des MedMuseums.

Ein Punkt, der viele Wochenendbesucher überrascht: Samstags und sonntags ist zu. Wenn du Erlangen nur am Wochenende besuchst, musst du das MedMuseum also auf einen anderen Tag legen oder ein anderes Museum wählen.

Anfahrt

Das Museum liegt an der Gebbertstraße 1, südlich der Innenstadt. Vom Hauptbahnhof fahren die Buslinien 208, 209, 210, 252, 254, 284, 285 und 293 zur Haltestelle Zollhaus, das Museum liegt direkt gegenüber. Verbindungen findest du in der Fahrplanauskunft unter vgn.de.

Wer lieber läuft, kommt von der Innenstadt aus ebenfalls gut hin, braucht aber etwas länger als mit dem Bus. Hinweise zu Parkhäusern, Zug und Park and Ride stehen auf der Seite Anreise und Parken.

Barrierefreiheit und Besuch mit Kindern

Die Ausstellung ist für Menschen im Rollstuhl und mit Gehbehinderung gut zugänglich, ein rollstuhlgerechtes WC ist vorhanden. Da alles auf einer Ebene im Erdgeschoss liegt, ist auch ein Kinderwagen kein Problem.

Für Kinder im Grundschulalter ist das Museum eher etwas, wenn sie sich ohnehin für Technik interessieren. Ab etwa zehn Jahren funktioniert es meist gut, besonders mit den Medienstationen. Für jüngere Kinder ist das Walderlebniszentrum Tennenlohe im Süden der Stadt die bessere Wahl.

Kombinieren: Medizintechnik und Stadtgeschichte an einem Tag

Das MedMuseum lässt sich gut mit der Innenstadt verbinden. Da das Museum nur werktags öffnet und um 17 Uhr schließt, passt es am besten an den Anfang des Tages, der Nachmittag bleibt dann frei für die Altstadt, die Gärten oder einen Kaffee am Schlossplatz. Ein sinnvoller Bogen: vormittags ins Museum, danach zum Markt- und Schlossplatz, wo am Haus Schloßplatz 3 die Tafel für Reinigers Werkstatt hängt. Damit hast du den Anfang und das Ergebnis dieser Firmengeschichte an einem Vormittag gesehen.

Weitere Museen und Ziele findest du bei den Sehenswürdigkeiten in Erlangen. Wer mehrere Tage bleibt, findet eine Übersicht über Hotels und Ferienwohnungen nach Stadtteilen unter Übernachten in Erlangen.

Einen Kritikpunkt sollte man fairerweise nennen: Das MedMuseum ist ein Unternehmensmuseum. Es erzählt die Geschichte aus Sicht der Firma, und Rückschläge oder kontroverse Kapitel stehen nicht im Mittelpunkt. Als Einstieg in die Technikgeschichte der Stadt ist es trotzdem das Beste, was Erlangen zu diesem Thema zu bieten hat.

Stand: September 2026

Häufige Fragen: Museum für Medizintechnik

Kurze Antworten auf das, was vor dem Besuch am häufigsten gefragt wird.

Was kostet der Eintritt ins MedMuseum?

Nichts. Der Eintritt ist frei, ebenso die virtuellen Rundgänge. Kosten entstehen nur für gebuchte Gruppenführungen, und auch die sind für Schulklassen und Studierendengruppen kostenlos.

Wann hat das MedMuseum geöffnet?

Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Aktuelle Zeiten vorab beim Betreiber prüfen, bevor du extra anreist.

Wie komme ich mit dem Bus zum MedMuseum?

Vom Hauptbahnhof fahren die Linien 208, 209, 210, 252, 254, 284, 285 und 293 zur Haltestelle Zollhaus. Das Museum liegt direkt gegenüber. Fahrpläne stehen bei der VGN.

Kann man eine Führung buchen?

Ja, Gruppenführungen werden per E-Mail an das Museumsteam vereinbart. Für Gruppen bis 20 Personen kostet eine Führung 90 Euro, auf Englisch kommen 20 Euro dazu. Schul- und Studierendengruppen zahlen nichts.

Ist das Museum für Kinder geeignet?

Für Schulkinder und Jugendliche mit Interesse an Technik oder Medizin ja, für Kleinkinder eher nicht. Die Ausstellung ist kompakt, viele Inhalte lassen sich über digitale Lupen und Medienstationen vertiefen.

Ist das MedMuseum barrierefrei?

Ja. Die Ausstellung ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung gut zugänglich, ein rollstuhlgerechtes WC ist vorhanden.